Antrag: Förderprogramm Lastenfahrräder

Antrag: Förderprogramm Lastenfahrräder

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

 

die FDP-Fraktion beantragt,

ein Förderprogramm für privat angeschaffte Lastenfahrräder zu schaffen.

Die Förderhöhe bei Lastenrädern mit Elektroantrieb soll bei 500€, bei Lastenrädern ohne zusätzlichen Antrieb bei 300€ liegen. Die Förderrichtlinie soll sicherstellen, dass pro Haushalt nur ein Lastenrad gefördert werden kann, die Nutzung des Lastenrades mindestens 12 Monate betragen muss und das Gesamtfördervolumen soll auf 15.000€ begrenzt sein.

 

Begründung

 

Der Klimawandel, die veränderten Familienstrukturen sowie auch die veränderten Sichtweisen zur innerstädtischen Mobilität betreffen auch die Wallfahrtsstadt Kevelaer.

In den kommenden Jahren ist es von großer Bedeutung, individuelle Mobilität in Kevelaer neu zu denken. Dabei muss bedacht werden, dass die zur Verfügung stehenden Flächen an Parkraum geringer werden, ferner wird es nicht mehr üblich sein, mehrere Autos pro Familie zu unterhalten und die Grundeinstellung zur Frage der innerstädtischen Mobilität wird sich verändern.

Diese grundlegenden Veränderungen müssen von der Politik erkannt und begleitet werden. Auf Sicht der FDP-Fraktion ist die Förderung privater Lastenfahrräder ein nützlicher Baustein zur Anpassung an die neuen Herausforderungen.

Die Nutzung privater Lastenräder verringert nicht nur den Bedarf an Parkraum bei Bürgern der Wallfahrtsstadt, sondern verringert auch das Gesamtverkehrsaufkommen in der Innenstadt, ermöglicht Co2 neutralere innerstädtische Mobilität, passt sich veränderten Familienstrukturen an und wirbt für eine innovative Sichtweise beim Thema private Mobilität.

Bezüglich der Höhe der Förderung des Lastenrades sollte nach der Höhe der tatsächlichen Anschaffungskosten unterschieden werden. Lastenräder mit einem zusätzlichen elektrischen Antrieb sind deutlich teurer, als Lastenräder ohne eine zusätzliche Unterstützung. Daher sollen elektrische Lastenräder mit 500€ gefördert werden, wohingegen Lastenräder oh-ne zusätzlichen Antrieb mit 300€ gefördert werden sollen.

Eine zu schaffende Förderrichtlinie sollte sicherstellen, dass pro Haushalt nur eine Form der Förderung möglich ist, der zeitnahe gewinnorientierte Wiederverkauf sollte mit dem Erfordernis einer privaten Mindestnutzung von 12 Monaten verhindert werden und das Gesamtfördervolumen sollte auf 15.000€ gedeckelt werden.

Die Deckelung der Gesamtfördersumme beinhaltet auch die Vergabe nach Reihenfolge der Antragsstellung bis zum Ausschöpfen der gesamten Fördersumme.

Nach einer positiven Nutzung der Möglichkeit, kann zukünftig überlegt werden, ob diese Art der Mobilitätsförderung eine Fortschreibung in die kommenden Haushaltsjahre braucht, um damit eine breite Mobilitätswende nachhaltig zu initiieren.

 

Freundliche Grüße

 

Jan Itrich

Jens Auerbach

und Fraktion

Kommentare sind geschlossen.