Neue Realschule in Emmerich – Elternwille entscheiden lassen!

Befürchtungen wahr geworden!
Wir Freien Demokraten haben seit jeher die Entwicklungen an der Gesamtschule kritisch begleitet
und die Aufgabe der Haupt- und der Realschule bedauert. Aktuelle Zahlen lassen befürchten, dass
statt den geplanten dauerhaften sechs Zügen an der Gesamtschule lediglich vier Züge auf Dauer in
der Sekundarstufe I realistisch sind. Daraus resultiert auch eine schwächere Sekundarstufe II, die in
etwa eine Stärke von zwei Zügen besitzt, statt den geplanten vier Zügen.
Aufgrund der finanziellen Lage fordern wir Freien Demokraten die Baumaßnahmen am Grollschen
Weg auszusetzen, da durch den Neubau am Brink und das Gebäude am Paaltjesstege genügend
Raum zur Verfügung steht, um einen geordneten Schulbetrieb zu garantieren. Allerdings muss in
Betracht gezogen werden für eine Übergangszeit etwa die Jahrgangsstufe Zehn am Grollschen Weg
unterzubringen. Am Grollschen Weg könnte beispielsweise auch die AWO, die zurzeit am
Gymnasium unterkommt, untergebracht werden, sodass der dringend benötigte Platz am
Gymnasium für das Abitur nach neun Jahren (G9) gegeben ist.
Dennoch sehen wir Freie Demokraten die Gründung einer neuen zweizügigen halbtags-geführten
Realschule als unerlässlich. Denn trotz der neuen Entwicklung bleiben die Gründe bestehen: Nicht
nur, dass dadurch ein Schulangebot mit Wahlfreiheit in Emmerich geschaffen wird, sondern
Emmerich trotzt von Ausbildungsbetrieben und die Chance eines entsprechenden Schulweges, der
auf die handwerkliche Ausbildung abzielt, fehlt in Emmerich. Sowohl Gymnasium als auch
Gesamtschule zielen auf die Erlangung des Abiturs ab und dies beginnt nicht erst in der
Sekundarstufe II. Des Weiteren entstünde dadurch keine „Bedrohung“ für Gymnasium oder
Gesamtschule, denn die Gründung einer neuen Realschule würde vor allen Dingen den
Schülerinnen und Schülern zu Gute kommen, die in einer anderen Kommune, wie beispielsweise
Rees – hier waren es 28 Schülerinnen und Schüler die zum Schuljahr 19/20 nach Rees wechselten,
und den Schülerinnen und Schülern mit Realschul-Empfehlung auf dem Gymnasium, damit diese
bestmöglich gefördert werden können.
Wir Freien Demokraten fordern daher, dass eine Elternbefragung zur Gründung nach einer neuen
Realschule durchgeführt wird, denn uns ist es nicht erklärlich, warum Politik und Verwaltung sich
dem verschließen, wenn sie doch von ihrer Schulpolitik überzeugt sind. Denn letzten Endes geht es
hier um das Wohl der Kinder, das die Eltern am besten beurteilen können – weit besser als Politik
und Verwaltung.

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