FDP und VVD bei der Training Base Weeze - archiviert

Klapdor sieht Aufgaben für Harmonisierung durch EU

Gemeinsam mit ihren liberalen Freunden der niederländischen VVD haben sich Vertreter des FDP-Kreisverbands Kleve-Geldern über ein grenzüberschreitendes Projekt der besonderen Art informiert: Die Training Base Weeze. Auf einer Fläche von 42 Hektar bietet dieses Unternehmen auf dem Gelände des ehemaligen Royal Air Force Fliegerhorstes seit 2008 ein multidisziplinäres BOS-Trainingscamp für Feuerwehr, Polizei, Spezialeinheiten, Militär und Rettungskräfte.

Vertreter von FDP und VVD beim gemeinsamen Besuch der Training Base Weeze.

Wie so oft war eine gute Idee, in diesem Fall von einem niederländischen Feuerwehrmann, der Auslöser für eine Erfolgsgeschichte. Da die niederländische Feuerwehr sehr hohe Anforderungen an die Ausbildung ihrer Wehrleute stellt, musste das Training oft ins Ausland, teils sogar nach Schweden, verlagert werden. So gab es zum Beispiel in den Niederlanden kein geeignetes Gelände in passender Größe, auf dem echte Feuer bei Übungen bekämpft werden konnten. Nach dem Abzug der Royal Air Force bot es sich an, einen Teil des ehemaligen Fliegerhorstes mit seinen zahlreichen Gebäuden für diese Ausbildungszwecke zu nutzen. Was schon umfangreich begann, hat sich mittlerweile zu einem internationalen Trainingszentrum entwickelt, in dem nicht nur Feuerwehren, sondern ebenfalls Polizei, Spezialeinheiten, Militär und Rettungsdienste auch gemeinsam und auf multidisziplinärer sowie internationaler Ebene spezielle Einsatzlagen unter realistischen Bedingungen üben können.

FDP-Bundestagskandidat Prof. Dr. Ralf Klapdor (links) im Gespräch mit Philip Janßen und Rüdiger Schulz von der Training Base Weeze.

So gut und sinnvoll diese Einrichtung auch ist, so offenbart sie aber auch, dass auf der politischen Ebene der EU noch dringender Handlungsbedarf besteht. Der FDP-Bundestagskandidat, Prof. Dr. Ralf Klapdor, betont: „Wir haben hier erfahren, dass niederländische, belgische und deutsche Feuerwehren unterschiedliche Schlauchkupplungen für die Hydranten verwenden. Das erschwert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit erheblich und sollte von der EU harmonisiert werden.“ Eine Haronisierung gibt es bisher nur bei der Bekämpfung von Flugzeugbränden. Die hier vorgegebenen einheitlichen Verfahrensweisen wurden von der EASA (European Aviation Safety Agency), der europäischen Agentur für Flugsicherheit, erlassen. „Ähnliches wäre auch für andere Bereiche der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, wie etwa auch bei den Ausbildungsstandards, sehr angebracht. Die Brandweer in unserem Nachbarland hat ein deutlich höheres Ausbildungsbudget als unsere deutschen Wehren. Das sollte uns Anlass zum Nachdenken und Handeln sein“, fordert Klapdor.

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