In Bedburg-Hau wird die Mobilität verbessert:,Mitfahrerbänke werden aufgestellt und Bürgerbussystem wieder auf dem Prüfstand

In Bedburg-Hau wird die Mobilität verbessert:
Mitfahrerbänke werden aufgestellt und Bürgerbussystem wieder auf dem Prüfstand
 
Bedburg-Hau – Der Rat der Gemeinde Bedburg-Hau hat in seiner letzten Sitzung Anfang Juli beschlossen, dass sogenannte Mitfahrerbänke aufgestellt werden sollen. Damit wird nun ein Antrag der FDP-Fraktion aus Juli 2018 in die Tat umgesetzt. “Die Mitfahrerbänke dienen der persönlichen Mobilität einzelner Menschen und ergänzen den öffentlichen Personennahverkehr”, erläutert der FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Hendricks den Antrag aus dem letzten Jahr. “Die Mitfahrerbänke können und sollen von allen Personen von jung bis alt genutzt werden, insbesondere von denen, die über kein eigenes Auto verfügen.” Aufgrund des Ratsbeschlusses vom 09.07.2019 werden nun in den Ortschaften Louisendorf und Huisberden Bänke aufgestellt, die eine entsprechende Beschilderung erhalten. In Hau und Schneppenbaum sollen bestehende Bänke genutzt werden.
Wer mitgenommen werden will, setzt sich einfach hin und wartet auf einen Autofahrer, der Platz hat und Mitfahrer begrüßt. “Gerade im ländlichen Raum, stößt der öffentliche Personennahverkehr schon mal schnell an seine Grenzen. Wir halten diese Mitfahrerbänke für eine gute Ergänzung und hoffen auf eine hohe Akzeptanz und Teilnahme der Bevölkerung.”, so Marcel Erps von der FDP-Fraktion.
Für die Freidemokraten ist das Thema Mobilität ein zentraler Punkt, der in nächsten Jahren verbessert und ausgebaut werden muss. Auch hinsichtlich einer besseren Ökobilanz des ÖPNV. Bereits 2006 und 2008 hatten sie im Gemeinderat die Einführung eines Bürgerbussystems vorgeschlagen. „Leider gab es keinen Bedarf“, erinnert sich Hendricks. Bedarfsermittlungen damals waren durch die Ortsvorsteher durchgeführt worden. Durch einen Bürgerantrag wurde das Thema vor kurzem jedoch wieder auf die Tagesordnungen von Ausschuss- und Ratssitzungen gebracht. Aktuell beschäftigt sich der Seniorenbeirat damit und wird dem Rat eine Empfehlung geben. Marcel Erps sieht klare Vorteile: „Der Bürgerbus kann Fahrstrecken ergänzend zum regulären ÖPNV anbieten und damit alle Ortschaften der Gemeinde besser verbinden. Wenn zukünftig immer mehr Menschen auf ihr Auto verzichten wollen, brauchen wir starke und verlässliche Alternativen. Das vor allem im ländlichen Raum.“

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